
Nach einem Leela-Tag weiß ich: Das, was heute passiert ist, braucht Zeit. Nicht einmal Zeit — sondern wirklich Zeit. Integrationszeit.
Die ersten Dinge tauchen oft noch am Abend auf, oder am nächsten Morgen. Aber die tieferen Effekte — die, die wirklich im Leben ankommen und von außen bemerkbar werden — die zeigen sich manchmal erst Monate später.
Daher stelle ich allen meinen Leela-Spielerinnen und -Spielern eine Woche nach einer Session ein paar Fragen. Nicht weil ich eine Antwort erwarte — niemand muss antworten. Aber ich freue mich immer, wenn ich erzählen lassen darf. Denn was andere Menschen nach einem Leela-Tag erleben, macht das Spiel greifbarer als alles, was ich selbst darüber sagen könnte.
Katja H. hat mir erzählt. Was davon nachgewirkt hat. Was sie überrascht hat. Was sie sich vorher gewünscht hätte zu wissen.
Ihre Antworten haben mich berührt — weil sie so ehrlich sind. So präzise. Und weil sie zeigen, was Leela wirklich ist: kein schnelles Selbstoptimierungstool, sondern eine Reise, die lange nach dem letzten Würfelwurf weitergeht.
Woran erinnerst du dich zuerst, wenn du an unser Spiel zurückdenkst?
An den Kakao davor — der war eine sehr schöne Einstimmung. Und an diesen Moment der Spannung, als es dann losging mit Thema und Frage formulieren.
Und den Moment der Erkenntnis: "Oha — das wird anders als ich dachte." Gerade weil das Thema formulieren schon eine Weile gedauert hat. 😄
Und dass es sich ein bisschen wie ein Rabbit Hole anfühlte — es ging immer tiefer und tiefer.
Ist dir in der Woche danach irgendwas begegnet oder eingefallen, das du — vielleicht auch auf Umwegen — mit dem Spiel in Verbindung bringst?
Definitiv.
Einmal dieses intensive Gespräch mit meinem Partner, wo sich — meiner Meinung nach — ganz stark die Authentizität gemeldet hat. Dieses absolute Bewusstsein der Tatsache, dass ich ein Streitthema zwischen uns nicht mehr totschweigen kann und ich reinen Tisch machen muss. Auch wenn's weh tut und ich Heidenangst hatte.
Und das unglaublich gute Gefühl, als ich es dann getan habe — und mich so selbstwirksam und echt fühlte.
Außerdem ist mir ein Buch über Lagom (die schwedische Art, das Leben zu sehen) in die Hände gefallen, das wunderbar zu meinem Thema passt und an vielen Stellen andockt.
Generell habe ich das Gefühl, als würde ich in vielen Momenten innerlich innehalten, von außen draufschauen — unbewusst, mit den Erkenntnissen des Spiels sozusagen im Hinterkopf — was dazu führt, dass sich meine Reaktionen und meine Blickwinkel verändert haben.
Gab es ein Feld oder einen Moment, der besonders hängen geblieben ist?
Die Wut und die Habgier. Und dass ich so oft wieder darauf gelandet bin. (Hmpf!)
Eine Zeit lang hatte ich das unangenehme Gefühl, dass ich anscheinend in meinem Leben mich nur in den niederen Sümpfen rumtreibe und sonst nichts dabei rauskommt. Hat sich zum Glück gegeben. 😉
Und die Authentizität. Auch da war mir gleich klar, worauf es anspielt. In allen drei Fällen ein schmerzhafter, aber wahrer Fingerzeig — hat sich gelohnt.
Und jetzt mal ehrlich: Gab's auch einen Moment, wo du dachtest "och nö, nicht DAS Feld schon wieder" — oder wo's einfach komisch oder absurd wurde?
Ja — die ersten zweieinhalb Stunden, als ich immer wieder in Reihe 1 gelandet bin. Immer wieder bei Wut, Habgier. Da war ich irgendwann schon leicht verzweifelt. (Gut, dass wir dann pausiert haben.)
Auch interessant zu sehen, wie mich die Beschäftigung mit diesen "niederen" Anteilen am Ende noch mal getriggert hat. 😉
Wenn du das Spiel jemandem in einem Satz beschreiben müsstest, der noch nie davon gehört hat — wie würde der lauten?
Puh. Schwere Frage.
Vielleicht so: "Stell dir das altbekannte Leiterspiel vor — nur dass es dich psychisch sehr in deine eigene Tiefe bringt und du viel über dich erfährst dabei."
Und ganz praktisch: Was hättest du dir vorher gerne gewusst, bevor du reingegangen bist?
Bei der Dauer hattest du schon vorgewarnt. Ich hätte mich normalerweise für mich selbst mehr vorbereitet — mal über mein Thema meditiert, eine Trancereise gemacht, mehr in mich hineingespürt. Das war wegen einer stressigen Phase nicht möglich.
Ich habe mein Thema am Spieltag sehr aus dem Bauch raus genannt — was dann noch eine Weile gedauert hat, bis das Spiel sagte: "Jetzt passt es." 😊
Aber ob man das vorher unbedingt ansprechen muss — ich weiß nicht. Vielleicht für Menschen, die noch nie etwas in der Richtung gemacht haben? Wobei es auch interessant ist, sich gar nicht so viel vorzubereiten und spontan zu schauen. Das Spiel sagt dann schon, ob es passt.
Was ich im Nachhinein gerne gemacht hätte: mir die Felder aufschreiben, auf denen ich gelandet bin. Nicht im Detail, nicht in der Reihenfolge — nur die Stichworte. Das würde sich zum Reflektieren gut anfühlen. Nicht um es zu durchdenken, sondern um die für mich aktuellen Themen ein bisschen auf dem Schirm zu haben.
Und was man mitbringen sollte? Offenheit, Neugier — und die Bereitschaft hinzuschauen, wenn's mal zwickt. Und Geduld. 😄
Was Katja beschreibt, ist etwas, das ich immer wieder erlebe: Leela wirkt nicht nur während des Spiels. Oft zeigt sich das Wesentliche erst danach — in einem Gespräch, das plötzlich möglich wird. In einem Buch, das wie zufällig auftaucht. In dem stillen Innehalten mitten im Alltag.
Das ist kein Zufall. Das Spiel arbeitet direkt im Unbewussten — nicht auf der Ebene des bewussten Verstehens, sondern tiefer. Manches davon braucht Zeit, um an die Oberfläche zu kommen. Manche Verschiebungen werden erst Monate später von außen sichtbar.
Und ja: Es kann zwischendrin unbequem werden. Immer wieder auf denselben Feldern landen, mit denselben Themen konfrontiert sein — das ist keine Fehlfunktion. Das ist Leela, das zeigt, wo wirklich hingeschaut werden möchte.
Dass Katja sich nach dem Spiel so selbstwirksam und echt fühlte — das ist für mich der schönste Satz in diesem Interview. Denn genau das ist der Kern: nicht Erkenntnis als Selbstzweck, sondern Erkenntnis, die sich im Leben zeigt.
Wenn dich bewegt, was Katja hier beschreibt — wenn du spürst, dass da ein Thema in dir wartet, das mehr Raum verdient — dann melde dich gerne bei mir.
Leela biete ich aktuell in zwei Formaten an:
Vor Ort — in Bamberg oder ich komme zu dir. Eine Session dauert 4–8 Stunden (mit Pausen), und wir beginnen gemeinsam mit einer kleinen Kakaozeremonie, die den Einstieg leichter macht.
Online — in wöchentlichen oder vierzehntägigen Einzelblöcken à 1,5 Stunden, die sich gut in den Alltag integrieren lassen.
Die Bezahlung läuft in beiden Fällen nach dem PWYC-Prinzip (Pay What You Can): Die Fixkosten teile ich offen mit dir — was du für die Begleitung selbst gibst, entscheidest du nach der Session.
Gruppenformate sind in Planung. Wenn du Leela lieber in einem kleinen Kreis erleben möchtest, melde dich jetzt schon — ich freue mich zu wissen, wer Interesse hat.
Du kannst mir direkt schreiben: [email protected] — oder buche dir ein kostenloses Kennenlerngespräch, in dem wir schauen, ob und wie Leela für dich passt. Kein Commitment, keine Erwartung.
Hast du schon Erfahrungen mit Leela oder ähnlichen Formaten gemacht? Erzähl mir davon — ich freue mich über deine Nachricht.
Manchmal steckt man mittendrin – in einem Übergang, einer Frage, einem Umbruch, dem man noch keinen Namen geben kann.
Mein Newsletter „Am Lagerfeuer" ist ein Ort für genau diese Momente. Ich schreibe dir – über spirituelle Begleitung, über das Spiel mit dem Leben, über Schwellen und was es braucht, sie zu durchqueren. Und immer auch ein bisschen über das, was mich selbst gerade bewegt.
Kein Hochglanz. Kein Lehrplan. Nur ein ehrlicher Brief vom Feuer.
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