Shankprakshalana

Meine optimale Ergänzung zum Heilfasten (Gastartikel)

Hey ich bin Nadine Yoga-& Breathwork Lehrerin und Mentorin für ein happy & healthy Life.

Neben Bewegung, Atmung und Achtsamkeit spielt die Ernährung für mich eine große Rolle für ein gesundes und glückliches Leben. Nur so kann ich meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele das geben, was sie brauchen und mich so mit Leichtigkeit durch den Alltag bewegen.

Und genau das unterstütze ich regelmäßig mit Heilfasten.

Dieses Mal habe ich das klassiche Heilfasten mit einer wirkungsvollen Methode aus dem Yoga kombiniert und genau darüber berichte ich dir heute.

Das schlimmste für mich am Heilfasten war schon immer die Ausleitung mit dem Glaubersalz.

Nicht nur das trinken, das Salzwassers in rauhen Mengen mit diesem furchtbar bitter-salzigen Geschmack. Nein auch dieses Warten auf den Ausbruch. Die Bauchkrämpfe. Die Erschöpfung danach

Wie ein OP-Eingriff, nur von Innen.

In den Körper, aber nicht in den Geist.

Dabei soll doch das Heilfasten Körper und Geist entgiften und in Einklang bringen.

Darum habe ich mich entschieden dieses Mal mein Fasten anders zu starten.

Mit der yogischen Technik der Darmausleitung Shankprakshalana.

Eine Technik bei der der ganze Verdauungstrakt vom Magen bis zum Enddarm gespült wird und gleichzeitig der Darm entspannt wird. Diese wird den Yogis empfohlen 2 mal jährlich zu praktizieren.

Das Prinzip besteht darin isotonisches Wasser zu trinken und eine bestimmte Abfolge Asanas (Körperhaltungen) zu praktizieren, um so das Wasser durch den Verdauungstrakt zu leiten und diesen durchzuspülen.

Ich habe die Technik schon einmal Anfang des Jahres praktiziert und war begeistert.

Nun wollte ich meine Fastenkur mit dieser Ausleitungmethode starten.

Meine Überlegungen

- Die Ausleitung mit Shankprakshalana ist ein ganzheitlicher Prozess bei dem Körper und Geist involviert sind. Somit kann ich das Fasten schon achtsam starten, als passiv darauf zu warten, dass der durch Glaubersalz ausgelöste Vulkan ausbricht.

- Nach der Abführung mit Glaubersalz fühle ich mich häufig ausgelaugt und habe Kreislaufprobleme. Durch die kontinuierliche Bewegung während Shankprakshalana kann ich dem eventuell vorbeugen.

Und so sollte es sein.

Meine Heilfastenkur beginnt dieses Mal mit Shankprakshalana.

Ich bereite 6 L Wasser vor mit 1% Salz. Dies ist isotonisch und entspricht dem Salzgehalt des Körpers, so wird diesem weder Salz entzogen noch zugeführt.

Der Ablauf ist folgender

1 großes Glas Wasser, 5 verschiedene Asanas, die jeweils 6 mal wiederholt werden. Dann wieder ein Glas Wasser, Asanas und so weiter. Bis der Drang zur Toilette kommt.

Die Asanas unterstützen dabei das Wasser durch den Verdauungstrakt zu leiten. Mit strecken, drehen und Seitbeugen massiere ich meinen Verdauungstrakt und mache die Bahn frei für das Wasser. Gleichzeitig kann ich mich mit meinem Atem voll auf den Prozess konzentrieren. Als geübter Yogi dadurch die Entspannung der Verdauungsorgane unterstützen.

Sind Atem und Bewegung im Einklang, kommt auch mein Geist zur Ruhe. Ich kann mich ganz dem Prozess hingeben und Beobachterin meiner inneren Welt werden.

Ich merke schon beim ersten Glas, wie das Wasser durch meinen oberen Bauch gluckert.

Achtsam kann ich beobachten, wie mit jeder Wiederholung sich etwas in meinen Verdauungstrakt tut. Gluckern, innere Massenverschiebungen, leichtes ziehen, Entspannung.

Ich bin ganz bei mir.

Bei Runde 5 stellt sich das erste Mal der Drang ein zu Toilette zu gehen.

Allerdings erfolglos.

Es stellt sich eine Art Stagnation ein und nach 2 Stunden entscheide ich mich den Prozess mit einem Einlauf in Gang zu setzen.  Dies ist durchaus erlaubt.

Danach flutscht es wie geschmiert.

Ein Glas Wasser, ein paar Bewegungen und schwupps wieder zur Toilette. Und dabei immer weiter tief atmen.

Der Prozess wird wiederholt, bis nur noch klare Flüssigkeit, ohne jegliche Feststoffe ausgeschieden wird.

Nach 5 Stunden und 6 L Wasser ist der Spuk vorbei.

Ich lege mich erschöpft und glücklich ins Bett.

1 Stunde ruhen wird vorgeschrieben. Bei mir werden es 2 Stunden.

Eigentlich darf man danach wieder essen.

Aber ich möchte ja Heilfasten, also gibt es einen Kräutertee nach der Ruhephase.

Die Wirkung bei mir

Ich fühle mich etwas geschwächt, aber spüre auch dieses angenehme Gefühl der Leere in meinem Verdauungstrakt. Ich spüre mein Kreislauf ist etwas am Boden, daher bewege ich mich sanft und bemerke schnell, wie es mir besser geht.

In der ersten Nacht erlebe ich leichte Kreislaufprobleme beim Gang zur Toilette, mehr auch nicht.

Ich faste weiter und meine Theorie bestätigt sich.

Die ganzheitliche Ausleitung & körperliche Aktivität durch Shankprakshalana tut mir gut.

Mein mir bekanntes Fasten-und Kreislauftief am 2. Tag bleibt aus.

Ganz im Gegenteil.

Ich fühle mich am 2. Tag voller Energie und könnte Bäume ausreißen.

Ich putze sogar mein Auto, was ich sonst nie tue.

Für mich steht fest.

Meine nächste Heilfastenkur wird wieder mit Shankprakshalana starten.

Nur eine Sache werde ich anders machen.

Neben der speziellen  Schonkost vor dem Fasten, werde ich auch im Vorfeld eine bestimmte Yogaserie praktizieren, die meine Darmaktivität anregt. So die Hoffnung, dass die nächste Ausleitung auch ohne Einlauf funktioniert.

Ob sich meine Theorie bestätig?

Ich werde es berichten!

Neugierig Geworden?

Möchtest auch mal mit Yoga in deine Verdauungsorgane reinspüren?

Hier sind Übungen aus dem Yoga, die deine Peristaltik anregen und dir die Möglichkeit geben in deiner Verdauungsorgane reinzuspüren.

Knie zu Brust

- Lege dich auf den Rücken, Beine und Arme ausgestreckt

- Nimm ein paar tiefe Atemzügen und versuche dich zu entspannen

- Ziehe das rechte Knie zur Brust. Umschließe es dabei mit deinen Händen und ziehe es noch weiter zur Brust.

- Versuche weiterhin tief in deinen Bauch zu atmen und spüre dabei wie der Bauch und deine Bauchorgane bei der Eintamung gegen deinen rechten Oberschenkel drücken.

- Bleibe hier für ca 3 Atemzüge und wechsle dann die Seite.

- Du kannst die Übung 2-5 min fortführen

Windmühle

- Stell dich hin. Deine Füße stehen stabil etwass weiter als Schulterbreit. Deine Arme sind ausgetreckt zu den Seiten und parallel zum Boden.

- Mit der Ausatmung beugst du deinen Oberkörper zur linken Seite. Die Arme bleiben dabei in einer Linie. Deine linke Hand möchte tendentiell Richtung linkes Knie.

- Spüre hier in deine Bauchorgane rein, wie diese auf der linken Seite zusammengequätscht und auf der rechten Seite geweitet werden.

- Einatmen wieder in die Ausgangposition

- Mit der nächsten Ausatmung beugt dein Oberkörper zur rechten Seite

- Achte beim Beugen darauf, dass dein Oberkörper nicht nach vorne kippt. Dein Körper bleibt eine Linie.

- Fahre so fort für 2-5 min.

Drehung im Sitzen

- Setze dich auf den Boden. Die Beine sind lang, deine Wirbelsäule ist lang aufgerichtet.

Winkle das linke Bein an. So dass dein linker Fuß neben dem rechten Knie aufstellt.

- Mit der Ausatmung drehe deinen Oberkörper zur linken Seite auf. Dabei setzt die linke Hand nah hinter deinem Po auf. Mit der rechten Hand umschließt du das linke.

- Bleibe hier für einige Atemzüge. Atme dabei tief in den Bauch ein.

- Spüre in deinen Unterbauch und die Bauchorgane und nimm wahr, wie sie durch die tiefe Atmung und Drehung sanft massiert werden.

- Bleibe hier für ca. 5 Atemzüge und wechsle dann die Seite.

Hinweis

Die Shankprakshalana Technik sollte nicht ohne tiefe Kenntnisse des Yoga allein durchgeführt werden. Es gibt Zentren in Deutschland und Indien, die die Shanknprakshalana Technik unter Anleitung anbieten.

Mehr zu mir

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Stay happy and healthy,

Nadine

Dabei soll doch das Heilfasten Körper und Geist entgiften und in Einklang bringen.

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